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DIN 18017-3 – Entlüftung von innenliegenden Räumen

Der Zweck der DIN 18017-3 Norm

Die Norm DIN 18017-3 „gilt für die Entlüftung mit Ventilatoren zur Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster in Wohnungen“. Bis jetzt haben Sie sicher bei der Sanierung oder dem Neubau von Mehrfamilienhäusern, Hotels, usw. für die innenliegende Räume Einzel- oder Zentrallüftungsanlagen vorgesehen. Die Norm DIN 18017-3 ist im September 2009 in einer überarbeiteten Form neu erschienen.

Was bei der Norm zu beachten ist

Die Norm DIN 18017-3 sieht vor, dass „der Abluftvolumenstrom (..) in Zeiten geringen Luftbedarfs, vorwiegend nachts, jedoch nicht mehr als 12 Stunden je Tag, um die Hälfte reduziert werden“ darf.

Durch den Einsatz einer  Entlüftungsanlage mit Raumluftsensoren  kann jedoch die Energieeffizienz einer Entlüftung nach dieser Norm wesentlich verbessert werden. So sieht die Norm für diese intelligente Lüftungsart vor: „Bedarfsgeführte Entlüftungsanlagen, die mit einem geeigneten Raumluftsensor nach Bedarf gesteuert werden, sollen dauernd Abluftvolumenströme zwischen den Werten bei Nutzung und mindestens 15 m³/h fördern„.

Dank des Einsatzes eines Aereco Abluftsystems kann somit die Entlüftung in Zeiten geringen Bedarfs auf bis zu 15 m³/h reduziert werden. Selbstverständlich ist die Anlage somit in der Lage, die Entlüftung im Bedarfsfall auf bis zu 80 bzw. 130 m³/h zu erhöhen.

Außerdem setzt DIN 18017-3 voraus, „dass ein dem Abluftvolumenstrom entsprechender Außenluftstrom über Undichtheiten in der Gebäudehülle und gegebenfalls über Außenluftdurchlässe (…) nachströmen kann.“ Das heißt, es muss erst einmal berechnet werden, ob das Nachströmen der Luft über Infiltrationen ausreicht, oder ob zusätzlich Außenluftdurchlässe (ALD) eingesetzt werden müssen. Hier hilft folgendes Diagramm, was auf Grundlage Teil 4.2 der Norm erstellt wurde*, zur Klärung dieser Frage.

DIN 18017-3 Diagramm Berechnungsbeispiel: Luft über Infiltrationen & Abluftelemente

*Beachte: die in der Tabelle angegebene Anzahl von ALD entspricht den Mindestanforderungen der Norm. Aereco empfiehlt aus Sicht der Energieeffizienz, des Komforts und des Bauerhalts fur jeden Wohn- und Schlafraum 1 ALD vorzusehen.

Liegt die notwendige Zuluft über der Infiltration?

Wenn die erforderliche Zuluft nicht über der Infiltration sichergestellt werden kann, sind zusätzliche ALD erforderlich. In Wohn- und Schlafbereichen können die Aereco ALD’s für Fenster-, Wand- oder Rollladenkasteneinbau vorgesehen werden. Diese ALD sind feuchtegeführt, d. h. die Luftmengen werden individuell und permanent in Abhängigkeit mit der relativen Raumluftfeuchte im Raum zugeführt.

Der kleine Schritt zur bedarfsgeführten Wohnungslüftung – Referenzanlage der EnEV 2016

In vielen Geschosswohnbauten sind klassische Einzelraumlüfter zur Einhaltung der Lüftungsanforderungen nach DIN 18017-3 in Kombination mit ungeregelten Bauteilen zur Frischluftnachströmung im Einsatz. Dort wird die Geräuschentwicklung im Abluftbereich in Kauf genommen und häufig auf eine feinfühlige Messsensorik verzichtet – sowohl auf der Abluft- als auch auf der Zuluftseite.

Dass es auch anders geht, zeigen raumweise feuchtegeführte Abluftsysteme (Referenzanlagentechnik gemäß EnEV 2016; zentrale Abluftanlage, bedarfsgeführt mit geregeltem DC-Ventilator), mit denen sich durch die zeitlich und raumweise angepasste Abfuhr verbrauchter Luft ein zufriedenstellender Wohnkomfort in modernen Häusern mit luftdichter Gebäudehülle erreichen lässt.

Dabei wird genug Luft ausgetauscht, um die bauphysikalischen und hygienischen Anforderungen zu erfüllen, aber nicht zu viel, sodass zu starkes Austrocknen der Raumluft und gravierende Schwankungen der Raumtemperatur während der Heizperiode vermieden werden. Eine Intensivlüftung ist über die Optionen Präsenzerfassung oder Impulsschalter möglich. Das Lüftungsgerät sitzt z. B. unter oder auf dem Dach des Gebäudes.

Die mechanische Lüftung und ihre Vorteile

Es stellt sich die Frage, ob die Nutzer einer Wohnung ohne mechanische Lüftung in der Lage sind, die Balance zwischen übermäßigem und zu geringem Lüften selbst zu erreichen, oder ob sie damit aufgrund von Zeitmangel und Unkenntnis der bauphysikalischen Zusammenhänge überfordert sind. Für den Bauträger ist die Schimmelvermeidung nach Übergabe der Wohnungen wichtig, dem Hausverwalter bleiben Wartungsarbeiten in den einzelnen Wohnungen erspart.

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) Holzkirchen (die Studie ist auf Anfrage per E-Mail über info@aereco.de bei Aereco erhältlich) belegte übrigens vor mehr als zehn Jahren, dass bedarfsgeführte Abluftsysteme bei Betrachtung des Heiz- und Strombedarfs ein ähnliches energetisches Niveau erreichen können wie konstant laufende Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung.

Wird eine höhere Energieeffizienz angestrebt, sollten auch bei Lüftungsanlagen mit WRG bedarfsgeführte Systeme gewählt werden.