Die bedarfsgeführte Lüftung passt den Luftaustausch automatisch an den tatsächlichen Bedarf in Wohngebäuden an. Dadurch werden Energieverluste reduziert, die Raumluftqualität verbessert und ein komfortables sowie normgerechtes Raumklima sichergestellt – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.
Was bedeutet bedarfsgeführte Lüftung?
Moderne Gebäude sind zunehmend luftdicht ausgeführt. Dadurch gewinnt die kontrollierte Lüftung für den erforderlichen Luftaustausch und den Abtransport von Feuchtigkeit an Bedeutung.
Gleichzeitig beeinflusst die Wahl und Auslegung des Lüftungssystems den Energiebedarf des Gebäudes. Bei der bedarfsgeführten Lüftung wird der Luftvolumenstrom automatisch an geeignete Regelgrößen wie Feuchtigkeit, CO₂ oder die Nutzung der Räume angepasst.
Dadurch können unnötige Luftmengen und damit verbundene Lüftungswärmeverluste reduziert werden. Wie groß der energetische Effekt ist, hängt unter anderem von Gebäude, Nutzung und Auslegung des Lüftungssystems ab.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
Die bedarfsgeführte Lüftung bietet zahlreiche Vorteile für Wohngebäude im Neubau und in der Sanierung.
Reduzierung unnötiger Luftmengen
Unterstützung einer guten Raumluftqualität
Bedarfsgerechter Abtransport von Feuchtigkeit
Automatische Anpassung an Nutzung und Belegung
Hoher Wohnkomfort ohne manuelles Eingreifen
Bedarfsgerechte Lüftung entsprechend den Anforderungen an das Gebäude
Erfahren Sie mehr in unserem Video zur Bedarfsführung:
Der direkte Vergleich
Bedarfsgeführte Lüftungsanlage mit einer konstanten Lüftungsanlage
Im Gegensatz zu konstant betriebenen Lüftungssystemen arbeitet die bedarfsgeführte Lüftung nur mit der tatsächlich benötigten Luftmenge. Dadurch werden Energieverluste reduziert und der Betrieb effizienter gestaltet.Aus der Fülle von Marktteilnehmern sowie Lüftungssystemen resultiert eine zentrale Frage: Welche Lüftungsanlage ist die beste für das geplante Projekt? Hier finden Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
Bedarfsgeführte Lüftungsanlagen sind für den Zweck konzipiert, die Luftvolumenströme permanent an den tatsächlichen Bedarf in der Wohneinheit anzupassen. Sprich: Je nach Belegung und Nutzung, werden die einzelnen Räume einer Wohneinheit ganz gezielt mehr oder weniger stark be- und entlüftet. Dank dieses Prinzips werden die Energieverluste um bis zu 50 % deutlich minimiert.
Animation des Betriebs einer bedarfsgeführten Lüftungsanlage im Vergleich zu einer konstanten Anlage
Legende:
Orangene Linie: angepasste Luftmengenregelung durch die Bedarfsführung
Grauer Bereich: Volumenstrom einer konstant laufenden Anlage
X-Achse: Uhrzeit
Y-Achse: Luftmenge (Energieverluste)
Konstante Lüftungsanlagen
Konstante Lüftungsanlagen bewegen rund um die Uhr die immer gleiche, voreingestellte Luftmenge. Unabhängig davon, wie sich die tatsächliche Belegung sowie Nutzung der Wohnräume darstellt. Der Nachteil liegt auf der Hand: Das System erzeugt hohe Energieverluste, weil deutlich mehr Luft bewegt wird, als eigentlich notwendig ist. Besonders zur kalten Jahreszeit ist das ein erheblicher und teurer Nachteil für die Bewohner.
Animation des Betriebs einer konstant laufenden Lüftungsanlage
Legende:
Grauer Bereich: Volumenstrom einer konstant laufenden Anlage
X-Achse: Uhrzeit
Y-Achse: Luftmenge (Energieverluste)
Fazit
Bedarfsgeführte Lüftungsanlagen und -systeme stellen die Antwort auf die Frage dar, wie eine dauerhafte, energieeinsparende sowie nutzerunabhängige Lüftung in Wohneinheiten sichergestellt werden kann. Erfahren Sie hier mehr über die feuchtegeführte Lüftung, die den Grundstein aller bedarfsgeführten Lüftungsanlagen darstellt.
Animation des Betriebs einer bedarfsgeführten Lüftungsanlage im Vergleich zu einer konstanten Anlage
Vergleich durch das Fraunhofer Institut für Bauphysik
Energieeinsparung einer bedarfsgeführten Lüftungsanlage im Vergleich zu einer konstant laufenden Anlage
Das Fraunhofer Institut für Bauphysik (Holzkirchen) hat in den letzten Jahren die Gesamtenergieeffizienz unterschiedlicher Lüftungssysteme miteinander verglichen: 2008 (Wohnung im MFH, Sanierung) und 2010 (Einfamilienhaus, Neubau nach EnEV 2009) wurde die Gesamtenergieeffizienz der Aereco bedarfsgeführten Lüftungsanlage sowie einer Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung (80% und 93% WRG) erforscht.
Unter denselben Rahmenbedingungen wurden der Energiebedarf für Lüftungswärme, Transmissionswärme, der Anteil für Strom sowie für das (nur WRG) Vorheizregister gemessen und berechnet. In einem nächsten Schritt wurden auch die unterschiedlichen Energieanteile mit den entsprechenden Primärenergiefaktoren versehen.
Rahmenbedingungen Wohnung
Die Vergleichsberechnungen zwischen den Lüftungssystemen werden anhand einer 75 m² großen Modellwohnung (3-Personen Haushalt) durchgeführt.
Der U-Wert des Wandaufbaus liegt bei 0,25 W/m²K.
Als Außenklima wird Hof als kaltes Klima in Deutschland angesetzt.
Die Innentemperatur beträgt 21°C.
Es wird von einer typischen internen Feuchtelast eines 3-Personen Haushaltes ausgegangen.
Die Berechnungen wurden für drei Jahre durchgeführt.
Rahmenbedingungen Einfamilienhaus (EFH)
Die Vergleichsberechnungen zwischen den Lüftungssystemen werden anhand eines nach EnEV 2009 neugebauten 205 m² großen Einfamilienhauses (EFH) (5-Personen Haushalt) durchgeführt.
Der U-Wert des Wandaufbaus liegt bei 0,25 W/m²K.
Als Außenklima wird Hof als kaltes Klima in Deutschland angesetzt.
Die Innentemperatur beträgt 20°C.
Es wird von einer typischen internen Feuchtelast eines 5-Personen Haushaltes ausgegangen.
Die Berechnungen wurden für zwei Jahre durchgeführt.
Ergebnisse
Unter Annahme der Energiekosten im August 2008 (0,19€/ kWh für Strom, 0,07€/ kWh für Öl bzw. Gas) entspricht der Unterschied im Gesamtenergiebedarf 47 € pro Heizperiode zu einer Zu- und Abluftanlage mit WRG (80%) für eine sanierte Wohnung.
Für den Neubau eines EFH nach EnEV 2009 ist sogar die Aereco bedarfsgeführte Wohnungslüftung kostengünstiger im Betrieb: Der Unterschied beträgt hier -24 € pro Heizperiode (Berechnung Stand 2011 mit 0,22€ / kWh Strom, 0,07€/ kWh für Öl bzw. Gas) zu einer Zu- und Abluftanlage mit 93% Wärmerückgewinnung (WRG).
Dieses Ergebnis ist insofern interessant, weil die Aereco Lüftung um bis zu 50 % günstiger ist als eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Die zwei umfassenden Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik erhalten Sie gerne auf Anfrage.
Eine Zu- und Abluftanlage mit WRG 80 % ist gerade beim Einsatz von erneuerbaren Energien primärenergetisch schlechter als eine Abluftanlage!
Bemerkenswert dabei ist, dass die Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG) 80% einen höheren Primärenergiebedarf aufweisen kann als die feuchtegeführte Abluftanlage, also primärenergetisch schlechter als eine Abluftanlage sein kann! Verantwortlich für diesen Umkehrschluss ist der hohe Stromanteil für den Antrieb der Ventilatoren und das notwendige Vorheizregister mit dem PE-Faktor 2,6 (Stand Studie 2008: 2,7).
Diese Untersuchung hat auch bewiesen, dass der Einsatz eines Aereco feuchtegeführten Abluftsystems es ermöglicht, die CO2-Konzentration unter den Wert von 1200 ppm in der Wohnung zu halten (siehe unten).
Unser Film über die Vorteile der bedarfsgeführten Lüftung
Die direkten Vorteile der bedarfsgeführten Lüftung
Die richtige Menge Luft am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt
Die Aereco Lüftungssysteme zeichnen sich durch eine permanente Anpassung der Volumen-ströme am Bedarf aus; sie passen den Luftaustausch automatisch der Belegung und Nutzung der Räume durch die Erfassung der relevanten Lüftungsführungsgrößen an: Relative Raumluft-feuchte, CO2-Konzentration, VOC-Konzentration und Präsenz.
Da schwächer benutzte Räume weniger und stärker benutzte Räume mehr be- bzw. entlüftet wer-den, werden die Lüftungswärmeverluste im Gebäude minimiert. Somit findet eine bedarfsgeführte Lüftung bei Tag und auch bei Nacht statt.
Unterschiedliche Studien zeigen, dass die Aereco Lüftungssysteme es ermöglichen, die Lüftungswärmeverluste um ca. 50 % zu verringern. Aufgrund des immer größeren Anteils der Lüftung an der energetischen Auswertung eines Gebäudes, besteht hier ein hohes Energieeinsparpotenzial.
Die bedarfsgerechte Lüftung unterstützt den Abtransport erhöhter Feuchtelasten und kann damit dazu beitragen, dauerhaft hohe Raumluftfeuchten zu vermeiden..
Die Vorteile der bedarfsgeführten Lüftung bezogen auf den Luftwechsel:
Eine nutzerunabhängige Be- und Entlüftung aller Räume anhand der Belegung und der tatsächlichen Nutzung
Nutzung sinnvoller Führungsgrößen: relative Raumluftfeuchte, CO2- und VOC-Konzentrationen sowie Präsenzerfassung
Hohe Energieeinsparungen und dadurch eine Senkung der Lüftungswärmeverluste um bis zu 50%, da die unnötige Bewegung von Luftmengen vermieden wird
Längere Produktlebenszyklen der Systemkomponenten aufgrund des optimierten Betriebs
Die Vorteile der bedarfsgeführten Lüftung bezogen auf die Vermeidung von Schimmel:
Dauerhaft zu hohe Raumluftfeuchten in der Wohneinheit erhöhen das Risiko der Schimmelbildung, von Bakterien und Staubmilben
Zügiger Abtransport hoher Feuchtelasten dank der feuchtegeführten Abluftelemente, die jeden Anstieg der Luftfeuchtigkeit automatisch, mechanisch und schnell erfassen
Die Vorteile der bedarfsgeführten Lüftung bezogen auf den Faktor Energie:
Dank des nahtlosen Zusammenwirkens der feuchtegeführten Lüftung mit einer bewährten Mechanik sowie durchdachten Konstruktion der einzelnen Komponenten, werden Lüftungswärmeverluste effizient minimiert
Die indirekten Vorteile der bedarfsgeführten Lüftung bezogen auf den Faktor Stromverbrauch der Lüftungsgeräte:
Dank der Reduzierung der Luftwechselrate läuft der Ventilator auf einer niedrigeren Betriebsstufe. Der Vorteil: Reduzierung des Stromverbrauchs
Gut zu wissen: Im Vergleich zu klassischen Zu- und Abluftanlagen mit WRG beispielsweise, ist das ein relevanter Vorteil hinsichtlich der Primärenergiebilanz. Denn letztere besitzen zwei Motoren, die auf einer höheren Betriebsstufe laufen (höhere durchschnittliche Luftwechselrate).
Einfache Reinigung und Wartung
Weil die Luftwechselrate reduziert wird, gelangen weniger Verschmutzungen in die Filter, Leitungen und Komponenten der bedarfsgeführten Lüftungsanlage. Entsprechend reduziert sich der Aufwand für die Reinigung erfreulich stark.
Balancierte Unterdruckverhältnisse
In der Zentralentlüftungsanlage im Mehrfamilienhaus (MFH) stellt die Bedarfssteuerung an jedem Abluftelement sicher, dass es nicht zu einer Überlastung der Leitungen mit unnötig abgesaugten Luftmengen kommt.
Platzersparnis
Dank der Bedarfssteuerung kann der Durchmesser der Luftleitung reduziert werden. Das Prinzip der Entlastung der Leitungen konnte von Aereco in zahlreichen in-situ Prüfungen festgestellt werden. Die Luftleitung kann kleiner als die Gesamtsumme der maximalen Luftmengen dimensioniert werden.
FAQ
Was ist eine bedarfsgeführte Lüftung?
Eine bedarfsgeführte Lüftung passt den Luftwechsel automatisch an den tatsächlichen Bedarf in den Räumen an, z. B. über Feuchte- oder CO₂-Sensoren.
Welche Vorteile hat eine bedarfsgeführte Lüftung?
Sie reduziert Energieverluste, verbessert die Raumluftqualität und sorgt für ein dauerhaft stabiles, komfortables Raumklima.
Spart bedarfsgeführte Lüftung Energie?
Ja, da nur so viel Luft ausgetauscht wird wie notwendig ist, werden Heiz- und Lüftungsverluste deutlich reduziert.
Ist das System für Neubau und Sanierung geeignet?
Ja, bedarfsgeführte Lüftungssysteme können sowohl in Neubauten als auch in Bestandsgebäuden eingesetzt werden.
Wie unterscheidet sich bedarfsgeführte Lüftung von konstanter Lüftung?
Im Gegensatz zu konstanten Systemen passt sich die Luftmenge automatisch an den Bedarf an, wodurch Energie effizienter genutzt wird.
Welche Gebäude profitieren besonders davon?
Vor allem Mehrfamilienhäuser, Wohnquartiere sowie Gebäude mit wechselnder Belegung und unterschiedlichen Nutzungsprofilen.