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Was ist die Hybridlüftung?

 

Eine Aufwertung der freien Schachtlüftung

Neben der freien und der ventilatorgestützten Lüftung, ist die Hybridlüftung ein neues Konzept. Ein speziell konzipierter Niederdruckventilator sorgt dafür, dass der Lüftungsschacht permanent im Unterdruck gehalten wird. Die mechanische Unterstützung der freien Lüftung wird nur genutzt, wenn die natürlichen Kräfte (thermischer Auftrieb) nicht ausreichen, um den benötigten Volumenstrom zu garantieren. Das Lüftungsgerät geht selbständig in Betrieb; der Betrieb erfolgt durch einen Temperatursensor. Über die feuchtegeführten Außenluftdurchlässe strömt die frische Luft in die Wohnräume (Wohn- und Schlafzimmer); in den so genannten Ablufträumen (Bad, Küche und WC) wird die verbrauchte Luft über feuchtegeführte Abluftelemente abgesaugt.

Diese Komponenten ermöglichen es, den Volumenstrom in Abhängigkeit von der relativen Luftfeuchte zu kontrollieren.

Die Hybridlüftung zielt darauf ab, die Vorteile der einfachsten Wartung, der Energieeinsparung und der akustischen und lufttechnischen Leistungen, unter Berücksichtigung der freien Lüftung mit den Volumenströmen der ventilatorgestützen Lüftung, zu erreichen (zonen- und raumweise Lastanpassung – Einzelraumregelung). Diese Art von Lüftung ist vorzugsweise für die energetische und funktionelle Aufwertung vorhandener Anlagen der „Freien Lüftung – Schachtlüftung“ zu verwenden.

 

Grundlagen und Wissenswertes zur Hybridlüftung

 

HR-VENT – 2-jährige Forschung der feuchtegeführten Hybridlüftung im bewohnten Zustand in Frankreich

Das in Nangis bei Paris in Frankreich im bewohnten Zustand durchgeführte Monitoringprojekt zur Hybridlüftung ist europaweit vom Umfang und von den eingesetzten Mitteln ein einmaliges wissenschaftliches Projekt.

Durch die Erfassung von mehr als 700 Millionen Daten in 55 Wohneinheiten (5 Mehrfamilienhäuser) innerhalb von 2 Jahren, wurde die energetische Effizienz einer neuen Art von Lüftung erforscht: Eine feuchtegeführte (bedarfsgeführte) Wohnungslüftung mit Unterstützung eines zeitweilig aktivierten Niederdruckventilators. Diese Studie diente auch dazu, das theoretische Wissen über die Freie-/Schacht- und die Hybridlüftung im Wohnungsbau zu vertiefen. Von Januar 2004 bis Dezember 2005 wurden im Minutentakt Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Luftvolumenströme und Unterdruck in jedem Sanitärraum gemessen und aufgezeichnet.

Mit den gesammelten, meteorologischen Daten konnten Aussagen über die Effizienz der feuchtegeführten Lüftung und der Niederdruckunterstützung gegeben werden; die Optimierung der Innenraumluftqualität sowie die Verringerung der Wärmeverluste wurden ebenso ermittelt.

Eine stabilisierende Rolle konnte ebenfalls bewiesen werden: So werden Luftmengenabweichungen in den unterschiedlichen Stockwerken ausgeglichen. Die mechanische Unterstützung optimiert auch die Leistungen der Freien Lüftung. Mit einer Leistungsaufnahme von nur 5 W pro Wohneinheit, erhöht der Ventilator die Unterdrücke und gewährleistet einen sicheren Abzug der verbrauchten Luft über das ganze Jahr.

In Verbindung mit einer feuchtegeführten Lüftung, optimiert die mechanische Niederdruckunterstützung die Nutzung natürlicher Kräfte: Die durchschnittlichen Luftmengen werden im Winter begrenzt (Minimierung der Energieverluste) und „positive“ Luftmengen werden über das ganze Jahr ermöglicht, vor allem in den wärmeren Monaten. In Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Partnern, wie dem CSTB und Gaz de France und Dank der finanziellen Unterstützung der Ademe, bietet HR-VENT eine hervorragende Möglichkeit für die Entwicklung von innovativen Lüftungssystemen im Wohnungsbau.

Quelle: Results of the HR-VENT study können Sie hier online einsehen und abspeichern.

Funktionsweise und schematische Darstellung der Hybridlüftung

 

Die Hybridlüftung ist eine Mischung aus natürlicher und mechanischer Lüftung und stellt eine Verbesserung gegenüber ausschließlich freier Lüftung dar. Ein eigens entwickelter DC-Niederdruckventilator sorgt dafür, dass der Lüftungsschacht permanent im Unterdruck gehalten wird. Das Lüftungsgerät (3) wird hierfür auf dem Lüftungsschacht montiert.

Das Lüftungsgerät kombiniert Effizienz und Energieeinsparung und verhindert einen Stillstand der Lüftung und eine Rezirkulation in der warmen Jahreszeit infolge fehlender Thermik und fallender Winde. Durch seine guten Lüftungseigenschaften kann ein Ventilator auf Mehrfamilienhäusern mit bis zu 7 Stockwerken montiert werden, für höhere Gebäude auch paarweise. Sein Unterdruckniveau ermöglicht hervorragend die Nutzung vorhandener Schächte.

Die frische Luft wird über die feuchtegeführten Außenluftdurchlässe (ALDs) (1) in die Zulufträume eingeführt. Hierzu zählen die Schlaf- und Kinderzimmer sowie das Wohnzimmer. Die verbrauchte Luft wird über die Abluftelemente (2) in den Ablufträumen Küche, Bad und WC abgeführt. Die Regelung der Luftströme erfolgt automatisch und gemessen an dem konkreten Bedarf an Frischluft.

Die Hybridlüftung unterstützt die freie Lüftung

 

Die Hybridlüftung dient zur mechanischen Unterstützung der freien Lüftung, wenn die natürlichen Kräfte wie der Auftrieb nicht mehr ausreichen. Dabei läuft das Hybrid-Lüftungsgerät nur dann mit erhöhter Drehzahl, wenn der thermische Auftrieb nicht mehr ausreicht. Ansonsten läuft das Lüftungsgerät mit einer reduzierten Drehzahl für einem besonders energiesparenden Betrieb. 

Zu den natürlichen Kräften, wegen derer sich die Luft bewegt, zählen:

  • Der Wind ist die erste natürliche Kraft, die über die Eingänge und Fenster in die Wohnung gelangen kann.
  • Die zweite Kraft ist der thermische Luftzug. Hier wird der Luftstrom durch die unterschiedliche Dichte der heißen und kalten Luft erzeugt. Heiße Luft ist weist eine geringere Dichte auf und steigt grundsätzlich auf. Hingegen die kalte Luft eine höhere Dichte aufweist und zum absinken neigt.
  • Die dritte Kraft ist der Luftzug, der auf den höhenabhängigen Druckunterschied zurückzuführen ist. 

Die Hybridlüftung wird automatisch durch einen Temperatursensor geregelt. Die Frischluft wird über die feuchtegeführten Außenluftdurchlässe (ALDs) in die Wohnung, die verbrauchte Luft über die feuchtegeführten Abluftelemente aus der Wohnung gebracht. Dabei fördert ein Hybridlüfter bis zu 400 m³/h bei ca. 17 Pa. 

Die Hybridlüftung ist kostengünstig, einfach einzubauen und für Sanierungen geeignet

 

Bei der Aereco Hybridlüftung werden die vorhandenen Schächte verwendet, was die Installation kostengünstig macht. So können die feuchtegeführten Zu- und Abluftelemente ohne zusätzlichen Aufwand eingebaut werden, weil keine Verkabelung und Stromleitungen notwendig sind.

Darüber hinaus bietet Aereco passende Sockel und weiteres Zubehör an, um das Lüftungsgerät passgenau auf den vorhandenen Schächten aufzusetzen. Die Schächte müssen weder ausgeglichen noch Komponenten angepasst werden: Das System passt sich dem Luftstrom ganz von alleine an.  

Diese Lüftungsanlage wird in erster Linie in Wohngebäuden genutzt. Dabei reguliert das Lüftungssystem dem Luftvolumenstrom Raum für Raum, gemessen an dem tatsächlichen Bedarf. Sprich: Ihnen steht in allen Innenräumen die intelligente Bedarfsführung mit den bewährten Zuluft- und Abluftelementen (feuchtegeführt oder Präsenzerfassung) zur Verfügung.

All das macht die Hybridlüftung zur idealen Lösung für Mehrfamilienhäuser, Büros oder Schulen. Der Wartungsaufwand ist äußerst gering, was das System auch für den sozialen Wohnungsbau sowie für Wohnungsbaugesellschaften attraktiv macht.

Bedarfsgeführte Zu- und Abluftelemente sorgen für eine hohe Raumluftqualität rund um die Uhr

 

Wie die Belegung und Nutzung innerhalb einer Wohnung, variiert auch der Lüftungsbedarf von einer Wohnung zur anderen innerhalb eines Gebäudes. Um auf diese variablen Anforderungen zu reagieren, bietet das Aereco System eine, sich dem individuellen Frischluftbedarf jeder Wohnung anpassende, Lüftung. Da der Kohlendioxidanstieg in der Wohnung mit der Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit einhergeht, wird durch den Einsatz der feuchtegeführten Zu- und Abluftelemente zwingend eine Verbesserung der Luftqualität erreicht. In den weniger benutzten Wohnungsteilen wird gleichzeitig Heizenergie eingespart.

Durch eine permanent an die Nutzung angepasste Lufterneuerung im Gebäude, ermöglichen es die Aereco Lüftungsanlagen, die Wärmeverluste auf ein Minimum zu reduzieren, die Qualität der Luft zu verbessern und eine Schimmelbildung zu verhindern. Die feuchtegeführte Wohnungslüftung, 1984 von Aereco entwickelt, ist heutzutage eine der innovativsten Technologien im Lüftungsbereich.

Eine intelligente Luftverteilung:

Das Aereco Prinzip optimiert die Verteilung der Luft innerhalb der Wohnung: Die Luft wird durch die feuchtegeführten Außenluftdurchlässe vorrangig über die Räume eingebracht, die einen höheren Bedarf haben. Dadurch werden die Lüftungswärmeverluste in den nicht benutzten Räumen reduziert und die Räume mit einem Bedarf an Lufterneuerung werden be- oder entlüftet. Somit findet eine bedarfsgeführte Lüftung bei Tag wie auch bei Nacht statt.

Das DC-Niederdrucklüftungsgerät DVND

 

Die Lüftungsgeräte der Hybridlüftung verfügen über ein fortschrittliches Design. Mit diesem Design kann das Lüftungsgerät besser auf die thermischen Gegebenheiten sowie Windbedingungen reagieren, was einen durchgängigen Betrieb unter optimalen Bedingungen ermöglicht. Ein möglicher Druckabfall und eine Beeinträchtigung der freien Lüftung werden auf diese Weise verhindert.

DVND-Produktseite