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FAQ zur Wohnraumlüftung und Lüftungsanlagen

Unsere FAQs bieten Ihnen zahlreiche Antworten zu spezifischen Themenbereichen, angefangen bei der Lüftung bis hin zur raumweise bedarfsgeführten DX Wohnraumlüftung. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, dann freuen wir uns über Ihre Anfrage.   

 

Inhaltsverzeichnis

Mit einem Klick zum passenden Themenbereich 

1.   FAQ zum Thema Lüftung

2.   Wichtige Begriffe zur Lüftung

3.   FAQ zum Thema Außenbauteil-Luftdurchlässe (ALD)

4.   FAQ zum Thema dezentrale Lüftung mit WRG (LAD Select)

4.   FAQ zum Thema raumweise bedarfsgeführte Lüftungsanlagen vom Typ InspirAIR

5.   Kontaktmöglichkeiten

 

Themenbereich 1

 

FAQ zum Thema Lüftung

Warum soll man eigentlich lüften?

Durch die ansteigenden Wärme- und akustischen Anforderungen werden sowohl im Neubau als auch in der Sanierung luftdichtige Gebäude gebaut.  Dies hat zur Folge, dass der notwendige Luftaustausch auf ein Minimum herabgesetzt wird. Diese nicht ausreichende Belüftung hat hauptsächlich zwei Folgen:

  • Wasser kondensiert an den kältesten Stellen der Wohnung z. B. an den Wänden (der gefährlichste Fall für das Gebäude) oder an den Fenstern (die sichtbarste Form).
  • Dies führt zu einer Verschlechterung der Luftqualität und somit zur Minderung des Wohnkomforts für den Bewohner.

Deshalb ist heutzutage eine intelligente Lüftung bei der Planung von Neubauten oder Sanierungen unverzichtbar.

Was sind die Folgen einer nicht kontrollierten bzw. nicht ausreichenden Lüftung?

Eine nicht kontrollierte bzw. nicht ausreichende Belüftung hat hauptsächlich drei Folgen:

  • Kondenswasserbildung am Fenster
  • Schimmelbildung an den Wänden
  • Verschlechterung der inneren Luftqualität

Ist eine Fensterlüftung ausreichend?

Um den erforderlichen, hygienischen Luftaustausch zu gewährleisten, müsste alle 2 Stunden für 5-10 Minuten ein „Durchzug“ erzeugt werden. Fensterlüften bedeutet zu viel oder zu wenig lüften. Richtig zu lüften über das Fenster – aus energetischer und hygienischer Sicht – ist annähernd unmöglich. Außerdem entstehen mit einer Fensterlüftung hohe Heizkosten, da das Haus „umsonst“ geheizt wird.

Wie viel Luft wird benötigt?

Die richtige Menge Luft ist immer abhängig von der Situation. Je nach Aktivität benötigen Sie in den jeweiligen Räumen unterschiedliche Luftmengen. Die Luftmengen müssen jeweils an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden. So ist der Bedarf an frischer Luft im Schlafzimmer nachts größer als tagsüber. Umgekehrt benötigen Sie mehr Luft im Wohnzimmer, wenn Sie sich dort aufhalten als während der Nacht.

Wieso eine feuchtegeführte Lüftung?

Luftfeuchtigkeit ist einer der geeignetsten Indikatoren zur Luftqualität im Raum. Aereco hat ein System entwickelt, das sich dieser Luftfeuchtigkeit anpasst. Dies ist dank eines hochentwickelten Systems möglich: Nylonbänder, die sich in Abhängigkeit mit der jeweiligen Luftfeuchtigkeit dehnen oder zusammenziehen. Zusammengefasst: je größer die relative Luftfeuchtigkeit im Raum ist, desto mehr Zuluft wird in den Raum hineingebracht und umgekehrt.

Muss eine Lüftungsanlage ständig laufen?

Ja!

Durch die kontinuierliche Emission von Partikeln an die Raumluft sollte jede Lüftungsanlage im Niedrigenergiehaus ständig laufen. Außerdem ist durch das Aereco Sensor-Prinzip gewährleistet, dass die Lüftungsanlage immer im optimalen Bereich arbeitet.

Kommt es zu Zugerscheinungen?

Zugerscheinungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden – jedoch: Die Aereco-Außenbauteil-Luftdurchlässe werden auf einer Mindesthöhe von 2 Metern an den Fenstern, Wänden oder Rollladenkasten eingebaut. So ergibt sich eine Mischung zwischen der eingeführten Außenluft und der warmen Luft des Raumes.

Wie laut ist die Lüftungsanlage?

Die Aereco-Lüftungsanlage ist annähernd geräuschlos: der Schallleistungspegel für Lüftungsgeräte im EFH beträgt 29 dB(A). Zum Vergleich: 29 dB(A) entspricht etwa dem Geräusch eines Flüstertons!

Das Lüftungsgerät kann von daher in allen Räumen eines Einfamilienhauses aufgestellt werden.

Im Mehrfamilienhaus befindet sich das zentrale Lüftungsgerät auf dem Dach oder im Spitzboden: Somit befinden sich in den einzelnen Wohnungen keine Motoren sondern nur Abluftelemente, die die verbrauchte Luft durchlassen. Die Geräuschquelle befindet sich außerhalb der Nutzungseinheit.

Dringt Schall von Außen durch die Außenbauteil-Luftdurchlässe (ALD)?

Die Auswahl der ALD hängt von den Außengeräuschen des Gebäudes ab. Bei erheblichem Außenlärm können ALD in günstigen Fällen die Schallschutzklasse 4 erreichen.

Wird die Installation einer Aereco Lüftungsanlage gefördert?

Ja!

Ob als Abluftsystem, als Abluftsystem mit Abluftwärmenutzung oder als Zu- und Abluftsystem mit WRG: Die KfW fördert zum Beispiel den Einbau einer Aereco bedarfsgeführten Lüftungsanlage in der Sanierung und im Neubau. (Förderprogramme: u. a. Energieeffizient Sanieren, Energieeffizient Bauen 153).

Näheres zu den Fördermöglichkeiten können Sie unserem Förderratgeber entnehmen.

 

Themenbereich 2

 

Wichtige Begriffe zur Lüftung

Stoßlüftung

Zeitweilig notwendige Lüftung mit erhöhtem Luftvolumenstrom zum Abbau von Lastspitzen

Nennlüftung

Notwendige Lüftung zur Gewährleistung der hygienischen Anforderungen und des Bautenschutzes bei Anwesenheit der Nutzers

Reduzierte Lüftung

Notwendige Lüftung zur Gewährleistung der hygienischen Anforderungen und des Bautenschutzes unter üblichen Nutzungsbedingungen bei teilweise reduzierten Feuchtelasten (zeitweise Abwesenheit)

Feuchteschutzlüftung

Notwendige Lüftung zur Sicherung des Bautenschutzes (Feuchte) unter üblichen Nutzungsbedingungen bei teilweise reduzierten Feuchtelasten (kein Wäschetrocknen!)

 

Themenbereich 3

 

FAQ zum Thema Außenbauteil-Luftdurchlässe (ALD)

Für Fenster, Rollladen, Wand und Dach

Welche Schritte muss der Fensterbauer nach der DIN 1946-6 einhalten?

Nach DIN 1946-6 ist ein Lüftungskonzept dann erforderlich, wenn in einer Nutzungseinheit mehr als 1/3 der Fenster getauscht werden. Hierzu muss der Fensterbauer die verbleibende Infiltration überprüfen, um festzustellen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Dies kann z. B. mit einem Berechnungstool durchgeführt werden, womit erkannt wird, ob eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich ist.

Das Ergebnis und die Kenntnisnahme durch den Kunden sind zu dokumentieren und zu bestätigen (Nachweis). Je nach Ergebnis sind ALD durch den Fensterbauer zu erbringen. Wir empfehlen ein schlüssiges Lüftungskonzept bereits mit einem Angebot zu erstellen.

Wann wird der Fensterbauer zum Planer?

Im Falle der Sanierung, wenn kein Planer mit „im Boot“ ist. Bei Austausch von mehr als 1/3 der Fensterfläche muss der Fensterbauer reagieren und die erforderlichen Schritte nach DIN 1946-6 einhalten.

Kann der Fensterbauer die DIN 1946-6 ignorieren? Was sind mögliche Konsequenzen?

Sie ist zwar nicht baurechtlich eingeführt, gilt aber als Stand der Technik und würde im Streitfall vor Gericht herangezogen werden. In diesem Fall kehrt sich für den Fensterbauer die Beweislast um. Bei Einhaltung der Norm muss man ihm einen Fehler nachweisen. Bei Nichteinhaltung der Norm muss er beweisen, dass sein Handeln trotzdem korrekt war.

Was passiert mit dem U-Wert des Fensters?

In der Theorie und den Regelwerken laut Institut für Fenstertechnik Rosenheim bleiben die U-Werte unberührt, da der Lüfter diese nicht signifikant beeinflusst.

Die Ift-Richtlinie bezieht sich nur auf das Fenster. Eine separate Stellungnahme des ift zur U-Wert-Veränderung des Rollladenkastens zeigt, dass es sich hier ähnlich wie beim Fenster verhält.

Was passiert mit dem CE-Zeichen des Fensters wenn Aereco Lüfter verwendet werden?

Aereco Lüfter gehören laut ift Richtlinie zur Kategorie „Aufsatzlüfter“. Dies sind ALD, die unabhängig vom Fenster funktionieren. Deshalb werden sie nicht als Bestandteil des Fensters betrachtet und haben somit keinen Einfluss auf dessen CE-Zeichen. Die Lüfter haben eine eigene Prüfnorm, die DIN EN 13141. Die Dokumentationsunterlagen des CE des Fensters werden durch die Prüfunterlagen des Lüfters ergänzt.

Kann das Fräsmaß der ALD verändert werden? Was sind die Konsequenzen?

Nur durch die angegebenen Fräsmaße erreicht man die von uns angegebenen Werte. Verändert man das Fräsmaß bei gleichem Unterdruck und gleicher Luftgeschwindigkeit, kann schlicht WENIGER Zuluft durch das ALD strömen. Die Auswirkungen hierzu sind differenziert zu betrachten. Bei der freien Lüftung und einem kleineren Fräsmaß verlängert sich die Öffnungszeit im Verhältnis zu den Kennwerten. Unter Umständen müssen mehr Lüfter eingesetzt werden.

Bei einer Vergrößerung der Fräsung verändert sich nichts, da das Maß auch durch den Lüfter vorgegeben ist. Vorausgesetzt, die Fräsung wird durch den Lüfter abgedeckt. Bei der ventilationsgestützten Lüftung erhöht sich unter Umständen die Strömungsgeschwindigkeit, da die Abluft seiner Regulierung entsprechend absaugt. Auch hier ist zu prüfen, ob eine Erhöhung der Anzahl an Lüftern erforderlich ist. Bei einer Vergrößerung des Fräsmaßes gilt das gleiche wie zuvor beschrieben. Zur Veränderung gibt es von Aereco Angaben in der Profilschnittsammlung oder eine Umrechnungsformel, um bei veränderten Fräsungen die Luftmengen zu bestimmen.

Können die Außenbauteil-Luftdurchlässe (ALD) für das Fenster senkrecht verbaut werden?

Nein, durch die veränderte Anströmung kann der Sensor nicht mehr im gewünschten Bereich regeln, da er teilweise von der Außenluft angeströmt wird. Zusätzlich ensteht auf der Außenseite das Risiko, dass bei Verwendung von Wetterschutzhauben ein Eindringen von Niederschlagswasser nicht ausgeschlossen werden kann.

Wird der Luftkanal zwingend benötigt? Warum ist es sinnvoll, ihn einzusetzen?

Durch das Fräsen werden die Hohlkammern im PVC- oder Metallprofil geöffnet und Wasser, in Form von Kondensat, kann ins Profil eindringen. Zusätzlich wird die Luftdurchströmung des Profils ermöglicht, wodurch unter Umständen eine Veränderung der Oberflächentemperatur des Profils stattfindet. Die Gefahr von Kondensat am Profil entsteht. Längerfristig sind Korrosionsschäden an den Stahlverstärkungen im Profil möglich. Von der Außenseite wird bei Verwendung von WHI 06 und LG 02 die Optik geringfügig beeinträchtigt, da man bei einem ungünstigen Betrachtungswinkel in die offenen Fräsungen sehen kann.

Dürfen die Sensoren verstellt werden?

Nein, die Sensoren sind für einen bestimmten Bereich kalibriert. Verstellt man den Sensor, ist der Regelbereich nicht mehr nachvollziehbar. Das gezielte Einstellen in den erforderlichen Bereichen ist nicht möglich, das ALD muss ausgewechselt werden.

Was ist bei der Montage des ALD im Holzfenster zu beachten?

Wird der Lüfter im neuen Fenster integriert, findet die Beschichtung nach der Fräsung statt; die Öffnung im Fenster ist komplett geschützt. Bei der Nachrüstung ist die Beschichtung vorzunehmen oder der Schutz der Holzoberfläche über den Luftkanal zu erzielen. Die Fräsung darf nicht zur Schwächung des Rahmens führen.

Auf welche Rahmenbedingungen muss bei der Montage der Fenster-Außenbauteil-Luftdurchlässe (ALD) geachtet werden?

  • Die ausreichende Breite des Fensters / Fensterflügels
  • Die Tiefe der Laibung / schlägt der Lüfter beim Öffnen gegen die Laibung?
  • Ausreichender Platz nach oben für die Anströmung
  • Entstehen bei der Fräsung Hohlräume: Einsatz des Luftkanals
  • Bei Verwendung von Wetterschutzhauben: Sind Rollläden, Sonnenschutz oder Insektenschutz vorhanden?
  • Ist genug Platz zwischen Wetterschutzhaube und Außenschutz?
  • Findet eine ausreichende Anströmung statt?
  • Bei Bewitterung der Wetterschutzhaube muss auf die Schlagregendichtheit geachtet werden.

Ist der Außenbauteil-Luftdurchlass (ALD) im geschlossenen Zustand wirklich geschlossen?

Nein, ein geringes Maß an Luftwechsel kann immer noch stattfinden, dies ist auch gewünscht. Es ist besser, von einem stark reduzierten Luftwechsel zu sprechen – nicht vom geschlossenen ALD. Nach DIN 1946-6 muss ein Mindestluftwechsel immer sichergestellt werden.

Was passiert bei einem Blower Door Test mit den Außenbauteil-Luftdurchlass (ALD)?

Außenbauteil-Luftdurchlässe (ALD) werden bei der Prüfung auf Dichtigkeit abgeklebt. Empfehlung: Lüfter demontieren und Fräsung abkleben.

Was ist der Dn, e, w Wert eines Außenbauteil-Luftdurchlass (ALD)?

Der Wert Dn,e,w ist die bewertete Normschallpegeldifferenz kleiner Bauteile. Sie wird bei Bauteilen verwendet, die > 1 m² sind.

 

Themenbereich 4

 

FAQ zum Thema dezentrale Lüftung mit WRG (LAD)

Fördert die BEG dezentrale Lüftungsanlagen und Lüftungssysteme?

Dezentrale Lüftungsanlagen und -systeme in den Effizienzhäusern 40 und 55 sind förderfähig. Auch eine Förderung für das Effizienzhaus 40 Plus ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dies hängt neben der Lüftungsanlage auch von weiteren, energetischen Werten Ihres Gebäudes ab. Bitte überprüfen Sie hierfür die entsprechenden Förderrichtlinien der BEG. Ebenfalls möglich ist eine Förderung als Einzelmaßnahme. Eine Herstellerbescheinigung muss dafür auf Grundlage der DIN V 4701- 10/12, DIN V 18599-6 und DIN 1946-6 sowie der darin enthaltenen Anforderungen vorliegen.

Erfolgt eine Auslegung nach der DIN 1946-6?

Die DIN 1946-6 stellt für den Bereich der Wohnungslüftung ohne Zweifel den aktuellen Stand der Technik dar. Allerdings ist eine reine Auslegung mit dezentralen Geräten in der momentanen Version der Norm nur zum Teil sinnvoll darstellbar. Deshalb beachten wir standardmäßig in unseren technischen Projektunterstützungen nur eine an die DIN 1946-6 angelehnte Auslegung. Ist eine technische Projektunterstützung gemäß DIN 1946-6 gewünscht, können wir Ihnen hier selbstverständlich auch unterstützend zur Hand gehen.

Wie können Planer und Energieberater die Energiebedarfsberechnung für LAD einreichen?

In den Berechnungen des Jahresheizwärmebedarfs wird die Wohnungslüftung berücksichtigt. Wir empfehlen, Lüftungsanlagen nach DIN 4701-10 energetisch berücksichtigen zu lassen. Im Unterschied zur Berücksichtigung gemäß DIN V 4108-6, fließen bei der DIN 4701-10 exakte Daten der Hersteller mit ein, die deutlich bessere Werte für die Anlagentechnik und damit zugleich für die Jahresprimärenergiebilanz zur Folge haben.

Wie wird ein ausbalancierter Luftaustausch bei der Nutzung verschiedener, dezentraler Lüftungssysteme sichergestellt?

LAD Push & Pull Lüftungsgeräte funktionieren immer im paarweisen Reversierbetrieb. Dieser gewährleistet einen ausbalancierten Luftvolumenstrom. Im Inneren von Zweistromlüftungsgeräten (LAD cosy) befinden sich zwei Lüftungsgeräte. Dank dieser Konstruktionsweise entstehen weder Unter- noch Überdrücke. Dementsprechend ist kein Zweitgerät für den ausbalancierten Betrieb nötig und LAD cosy kann als einzelnes Gerät für große Wohn- und Schlafräume verwendet werden. Einzelraumlüfter für die Abluft werden durch verschiedene Sensoren bedarfsgerecht eingeschaltet. Wenn das passiert, kommunizieren sie entweder kabellos mit LAD cosy oder leitungsgebunden mit LAD select Lüftungsgeräten durch die Advanced Steuerung, so dass die dezentralen Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung (WRG) für eine automatische Luftnachströmung sorgen.

Sind die Produkte auch für Bäder geeignet?

Feuchtigkeit und Gerüche, die in Bad und WC entstehen können, sollten direkt abgeführt werden. Dafür können die Einzellüftungsgeräte (EL) in Abhängigkeit der von IP-Klassifizierung eingesetzt werden. Die Einzelraumlüfter sind mit Feuchte- und / oder Präsenzsensor ausgestattet, funktionieren bedarfsgeführt und kommunizieren mit den LADLüftungsgeräten in der Wohnung.

Wie wird die Sommerlüftung ohne Bypass bei Push & Pull Lüftungsanlagen erreicht?

Dezentrale Push & Pull Lüftungssysteme basieren auf dem alternierenden Prinzip von zwei gleichen Lüftungsgeräten mit regenerativen Wärmeübertragern. Das zugrunde liegende Konzept ist so einfach wie effektiv: Der Wärmeübertrager der Push & Pull Lüftungsanlage basiert auf Keramik. In einem Zyklus von ca. 70 Sekunden wird der Speicher abwechselnd mit warmer Luft aus dem Innenbereich und mit kalter Luft aus dem Außenbereich durchströmt. Der Werkstoff ist so beschaffen, dass die Wärme für genau diesen Zyklus gespeichert werden kann. Dieses Prinzip wird ebenfalls für den Sommerlüftungsmodus ohne Wärmerückgewinnung genutzt, indem die Zykluszeit von 70 Sekunden auf 60 Minuten erhöht wird. Somit kann auf eine mechanische Bypassklappe verzichtet werden.

Welche Führungsgrößen werden für dezentrale Lüftungsgeräte genutzt?

Für die Push & Pull Lüftungssysteme (LAD select) mit beiden Steuerungseinheiten ist die Führungsgröße die relative Raumluftfeuchte. Für die Zweistromgeräte (LAD cosy) ist jeweils der CO2- und Feuchtesensor entscheidend. Diese sind übrigens hervorragend für Schlaf- und Wohnräume geeignet, weil sie die beste Luftoptimierung und somit eine optimale Behaglichkeit für die Bewohner bieten. Für die Einzelraumlüfter (Alvea) sind Präsenzerfassung und der Feuchtesensor als Führungsgröße zu benennen. Der Präsenzerfasser ist geeignet für Abluftstellen mit kurzer Aufenthaltsdauer, wie beispielsweise ein WC oder ein Hauswirtschaftsraum. Für alle feuchte- sowie geruchsbelasteten Räume, wie beispielsweise ein Bad oder die Küche, werden Feuchtesensoren zur Regulierung eingesetzt.

Darf man die Geräte abschalten?

Ja, man kann die Geräte grundsätzlich abschalten, nur findet dann keine Be- und Entlüftung statt. Wir empfehlen daher einen dauerhaften Betrieb der Lüftungsgeräte.

Kommt es beim LAD zu einer Vermischung von Abluft und Zuluft bei nebeneinanderliegenden Luftein- und auslässen?

Beim Einbau eines LAD select muss zum einen eine Mindesthöhe von 2 m beachtet und zum anderen muss zwischen zwei Geräten ein Mindestabstand von 1 m eingehalten werden. Dies gilt sowohl für nebeneinander an einer Wand, als auch für über Eck angebrachte Geräte. Als Bezugspunkt dient hierbei der Mittelpunkt der Kernlochbohrung. Aufgrund konstruktiver Erfordernisse liegen die Luftein- und auslässe vom LAD cosy an Außenfassaden nebeneinander. Durch das Einströmen der Zuluft im Vergleich zur Absaugung (vergleichbar mit dem Staubsaugereffekt), wird eine Vermischung der Luftströme praktisch vermieden. Die Zuluft wird konstruktiv bedingt nach oben gerichtet eingelassen, die Abluft hingegen von unten angesaugt.

Welche Strom- und Signalleitungen müssen für dezentrale Lüftungsgeräte verlegt werden?

Bei dezentralen Push & Pull Lüftungssystemen können Sie zwischen der Classic- und der Advanced-Steuerung auswählen. Bei beiden Systemsteuerungen muss von jedem Lüftungsgerät jeweils eine elektrische Leitung von mindestens 3 x 0,5 mm² zur Bedieneinheit verlegt werden. Auf diese Weise werden die Spannungsversorgung und das Steuersignal übertragen. Die Leitungslänge ist durch die elektrische Fachkraft zu bestimmen (max. 30 m). Beide Steuerungen werden über ein Unterputz- oder Hutschienennetzteil mit einer Gleichspannung von 12 Volt versorgt. Soll die Advanced Steuerung zusätzlich mit den Einzelraumlüftern (Alvea) zur Sicherstellung der Nachströmung kommunizieren, wird ein zusätzliches Relais benötigt. Dieses wird in der Hutschienenvariante angeboten. Zwischen Relais und Steuerung muss sich eine elektrische Leitung von z. B. mindestens 2 x 0,14-2,5 mm² befinden. Die Zweistromgeräte des LAD cosy benötigen in unmittelbarer Installationsnähe des Lüftungsgerätes eine freie Steckdose mit einer Nennspannung von 230 V und einer Stromstärke von 16 A, da die Lüftungsgeräte mit einem Eurostecker für Plug & Play Zwecke ausgeliefert werden. Sie sind durch eine Elektrofachkraft anzuschließen. Auch die Einzellüftungsgeräte der ERL oder EL Serie müssen durch eine Elektrofachkraft an die 220 bis 240 Volt Zuleitung (3 x 1,5 mm²) angeschlossen werden. Die Leitungslänge ist von der elektrischen Fachkraft zu bestimmen, die gegebenenfalls den Querschnitt der Leitung anpassen muss.

Gibt es die Advanced-Steuerung LAD select auch für andere Schalterprogramme?

Sämtliche Bedienelemente für die Push & Pull Lüftungssysteme werden standardmäßig mit einem eigenen Rahmen ausgeliefert. Zusätzlich kann die Advanced-Steuerung in allen gängigen Schalterprogrammen verwendet werden, die ein Innenmaß von 55 x 55 mm aufweisen.

Welche Designs der Blenden sind für die LAD Lüftungssysteme möglich?

Die Innen- und Außenblende des LAD kann auf Anfrage in allen RAL-Farben lackiert werden. Die Innenblende des LAD cosy ist nur in Weiß erhältlich, wohingegen die Außenblende in weiteren RAL-Farben erhältlich ist.

Welche Mindestwandstärken sind für die LAD Produkte erforderlich?

Die Mindestwandstärke beträgt beim LAD select jeweils 346 mm EPP 60 m³/h Einschub / 221 mm PP 45 m³/h Einschubbaugruppe. Beim LAD cosy beträgt sie hingegen 200 mm.

Welche Anforderungen hinsichtlich der Bohrungen in der Außenwand liegen für die dezentralen Lüftungsgeräte vor?

LAD : Der empfohlene, vertikale und horizontale Mindestabstand zwischen dem Mittelpunkt der Kernlochbohrung und der Decke bzw. Wand beträgt 350 mm. Diese gelten sowohl  rauminnenseitig als auch an der Außenwand. Das Gerät ist auf mindestens 2 m Höhe zu montieren. Der Durchmesser für die Bohrung liegt bei 182 mm mit einer Toleranzgrenze von +/- 2 mm. LAD select: Im Gegensatz zur Quattrofix Lösung ist bei dem select Ansatz ein kleinerer Bohrdurchmesser von von 162 mm mit einer Neigung von ca. 3° erforderlich. LAD cosy V: Vom Boden bis zum LAD cosy V wird ein Mindestabstand in Höhe von 100 mm benötigt. Es ist rechts und links ein Mindestabstand von der Außenwand bis zum LAD cosy V von 60 mm einzuhalten. Es müssen zwei Kernlochbohrungen mit einem Durchmesser von 110 mm durch die Außenwand geschaffen werden.

Wie viele Lüftungsgeräte kann ein Netzteil versorgen?

– Netzteil Hutschiene 12W (1A): 2 Lüftungsgeräte – Netzteil Unterputz 18W (1A): 3 Lüftungsgeräte – Netzteil Hutschiene 24W (1A): 4 Lüftungsgeräte – Netzteil Hutschiene 36W (1A): 6 Lüftungsgeräte

Themenbereich 5

 

FAQ zum Thema raumweise bedarfsgeführte Lüftungsanlagen vom Typ InspirAIR

Was muss ich beachten, wenn ein Kamin und/oder eine Dunstabzugshaube und Lüftungsanlage im Haus installiert werden?

Der gemeinsame Betrieb von Kamin und/oder Dunstabzugshaube und Lüftungsanlage stellt hohe Anforderungen an die Anlagentechnik. Folgende Einbausituationen müssen Sie berücksichtigen:

  1. Der Betrieb eines raumluftunabhängigen Kamins und bzw. oder einer Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb: Hier sind keine besonderen Anforderungen sowohl hinsichtlich der Technik als auch hinsichtlich der Sicherheit zu berücksichtigen. Die Raumluftunabhängigkeit des Kamins muss durch ein Prüfzeugnis bzw. einer Bauartzulassung gegeben sein.
  2. Der Betrieb eines raumluftabhängigen Kamins und bzw. oder einer Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb: Hier ist eine Sicherheitseinrichtung zwingend notwendig z. B. ein Differenzdruckwächter. Darüber hinaus sind Kamin und Abgasführung zu überwachen, damit im Auslösefall die Lüftungsanlage abgeschaltet werden kann. Dieser Fall tritt bei einem erhöhten Unterdruck im Aufstellraum des Kamins ein. Die gesamte Installation der Sicherheitseinrichtung wird für gewöhnlich von einem Installateur durchgeführt, die wiederum durch den Schornsteinfeger abgenommen wird.
  3. Der Betrieb eines raumluftunabhängigen Kamins und bzw. oder einer Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb: Diese Konstellation mündet in erhöhten Abluftvolumenströmen und sollte daher vermieden werden. Sollte dennoch die Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb eingeschaltet sein, muss sichergestellt werden, dass genügend Zuluft in die Küche strömen kann. Entsprechende Zuluft-Systeme oder ein gekipptes Fenster schaffen Abhilfe, sobald die Haube eingeschaltet ist.

Generell empfehlen wir Ihnen, sich bereits im Vorfeld der Planungsphase mit Ihrem Bezirksschornsteinfegermeister in Verbindung zu setzen.

Wer plant für mich die Lüftungsanlage?

Lüftungsanlagen sind eine haustechnische Installation wie zum Beispiel der Sanitär- und Heizungsbereich. Hinzu kommt, dass die spezifischen Anforderungen des Gebäudes mit ihren bautechnischen Eigenschaften zwingend berücksichtigt werden müssen. Entsprechend werden Lüftungssysteme und -konzepte von Fachinstallateuren oder auch Fachplanungsbüros bis ins Detail geplant.

Lüftungsanlagen und der Schallschutz - das sollten Sie im Vorfeld der Planungen berücksichtigen

Die Optimierung des Schallschutzes sollte bereits im Vorfeld der Planung eine zentrale Rolle spielen. Hierzu zählen ein an die bautechnische Situation angepasstes Luftverteilsystem (Ausmaße der Anlage) und ein geeigneter Standort für das Lüftungsgerät zur Vermeidung des Körperschalls.

Sollten die Bewohner eine sehr sensible Geräuschwahrnehmung haben, empfiehlt es sich, einen Standort möglichst weit entfernt von Schlafräumen zu wählen. Eine zusätzliche Reduzierung der Schallbelastung lässt sich mittels Telefonieschalldämpfern erreichen.

Darüber hinaus können zusätzliche Reduzierungen von bis zu 17,4 dB(A) durch die raumweise Bedarfsführung, konstruktive Optimierungen, Isolierung, Beplankung sowie durch das Befestigungssystem erreicht werden. Ausführliche Informationen zu diesen fünf Maßnahmen finden Sie in unserem Beitrag „Schallschutz von Lüftungsgeräten“ im Abschnitt Wissenswertes.

Warum und wie trägt ein kontinuierlicher Luftwechsel zur Behaglichkeit bei?

Kohlendioxid (CO2) wird in erster Linie durch die Atmung erzeugt. Studien belegen, dass die Emissionen häufig mit Feuchtigkeit verbunden sind und ein Mensch im Schnitt 14 l CO2 pro Stunde erzeugt. Selbst bei geringer Aktivität, kann der Mensch ca. 100 g Wasserdampf und bis zu 30 l CO2 produzieren.

Hinzu kommen unterschiedliche Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, generiert durch Heizungsanlagen, Gaskocher, Nikotin, Stickstoffe, Tabak und biologische Schädlinge wie etwa Staubmilben, Mikroben, Pilze uvm. Unter hygienischen Aspekten betrachtet, sollte der CO2-Gehalt in der Luft 0,1 Volumenprozent nicht übersteigen. Leicht erhöhte CO2-Werte sind gesundheitlich zwar unbedenklich, jedoch wird die Luft als schlecht wahrgenommen.

Zur Vermeidung einer Überschreitung der Grenzwerte sollten 20 bis 40 m³ Zuluft in die entsprechenden Wohnräume geführt werden. Aus ökonomischer und gesundheitlicher Sicht sind bedarfsgeführte Lüftungssysteme die optimale Lösung.

Erzeugen Lüftungssysteme trockene Luft?

Das Problem der trockenen Luft im Winter ist an sich nicht den Lüftungsgeräten, sondern einem physikalischen Prinzip geschuldet. So hat die Luft im kalten Außenbereich eine geringere absolute Luftfeuchte als die Luft in den warmen Innenbereichen der Wohneinheit. Gelangt diese kalte Luft ins Innere, erwärmt sie sich und kann mehr Feuchte aufnehmen.

Die Folge: Die relative Feuchte wird drastisch gesenkt und die Luft wird trocken. Das folgende Beispiel veranschaulicht dies:

Die kalte Luft im Winter mit 0° C hat mit 4 g/m³ eine 100-prozentige relative Feuchte. Im Innenbereich wird diese auf ca. 20° C aufgewärmt wodurch die 4 g/m³ nur noch 28 % der relativen Feuchte ausmachen. Eine optimale Lösung für dieses Problem sind bedarfsgeführte Lüftungssysteme wie das Aereco InspirAIR-Modell. Mit diesen Geräten wird nur die Luftmenge ausgetauscht, die tatsächlich notwendig ist.

Können Lüftungsgeräte Schimmelbefall vorbeugen?

Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit sind der ideale Nährboden für Schimmel. Besonders Außenwände sind davon betroffen, da hier die feuchte Luft auf die meist kalte Außenwand trifft. Die Folge ist sich dort bildendes Kondensat. Ohne eine regelmäßige Lüftung sind beste Voraussetzungen für eine Schimmelbildung gegeben.

Bedarfsgeführte Lüftungssysteme von Aereco stellen eine hocheffiziente Lösung für dieses Problem dar. So wird über die Ab- und Zuluftelemente die Feuchte gemessen. Die Systeme stellen anschließend zur richtigen Zeit und am richtigen Ort die richtige Menge Frischluft zur Verfügung. Durch diesen bedarfsgeführten Austausch wird eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vermieden.

Helfen Lüftungsgeräte gegen Pollen bzw. Pollen-Allergien?

Das innovative, mehrstufige Filterkonzept von Aereco lässt auch Allergiker gut schlafen. Denn grundsätzlich sind alle Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, kurz WRG, mit leistungsstarken Panelfiltern ausgerüstet. Feinstfilter der Klasse F7, welche bei Allergieleidenden eingesetzt werden, sind – abhängig vom jeweiligen Modell – serienmäßig in den Geräten verbaut bzw. als Zubehör verfügbar.

Ist es sinnvoll, Räume gleichzeitig zu be- und entlüften?

Prinzipiell ist die gleichzeitige Be- und Entlüftung machbar, jedoch nicht zu empfehlen. Grund dafür ist erstens die anzustrebende Querlüftung. Zweitens ist eine parallele Be- und Entlüftung in ökonomischer Hinsicht nachteilig, da mehrere Komponenten in der Wohneinheit verbaut werden müssten.

Was ist unter Querlüftung zu verstehen?

Lüftungssysteme auf Grundlage des Querlüftungskonzepts haben die Durchlüftung der gesamten Wohneinheit mit frischer Zuluft zum Ziel. Wichtig ist die Differenzierung zwischen den Zu- und Ablufträumen der Wohneinheit.

Zulufträume sind die Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer, weil die Bewohner durchschnittlich in diesen Räumen den Großteil Ihrer Zeit am Tag verbringen. Genau hier wird frische Zuluft zugeführt. Zu den Ablufträumen zählen aufgrund erhöhter Feuchtigkeits-, CO2– und VOC-Konzentrationen die Badezimmer, WCs und Küchen.

Der Luftwechsel zwischen diesen Räumen wird durch den geringeren Unterdruck im Gebäude hergestellt. Über die Überström-Bereiche, wie beispielsweise Flure usw., gelangt die Frischluft in die Ablufträume.

Die bedarfsgeführten Zu- und Abluftsysteme mit oder ohne Wärmerückgewinnung (WRG) bieten hocheffiziente Lösungen, weil sie die richtige Menge Frischluft zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitstellen. Mit einer bedarfsgeführten Lüftung wird eine Optimierung der Innenraumluftqualität und eine Senkung des Heizenergiebedarfs automatisch sichergestellt.

 

Themenbereich 6

 

Ihre Frage ist nicht dabei?

Ihre Kontaktmöglichkeiten

Aereco steht Ihnen jederzeit und gerne für Ihre Anliegen, Fragen und Projekte zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen an, wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

AERECO GmbH
Robert-Bosch-Str. 9
65719 Hofheim-Wallau
Deutschland

E-Mail: info@aereco.de
Tel. +49 (0) 6122/ 92 768 30
Fax: +49 (0) 6122/ 92 768 90

 

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